Projektbeschreibung
Der Hafen von Manazuru zeichnet sich durch seine nutzungsspezifische Elemente aus. Deren Gestaltung ist meist rein pragmatischer Natur, schafft aber dennoch ein einzigartiges Erscheinungsbild. Während diese Elemente statisch sind, verleihen die Fischer sowie die Tagesgäste und ihre Nutzung des Raums dem Charakter des Hafens eine zweite Ebene. Der Ansatz des Projekts besteht darin, das kulturelle Erbe und die Tradition mit ihrem Wissen der Fischerei in einem neuen Baustein zu verankern, der weniger eine Alternative zu den bestehenden Strukturen darstellt, als vielmehr das bestehende Angebot ergänzt. Die Methodik der Analyse konzentriert sich in erster Linie auf die fotografische und ortsspezifische Untersuchung des Hafengebiets sowie auf den direkten Austausch mit den Nutzern in Form von Gesprächen und Interviews. Ziel ist es, einen möglichst nachhaltigen Ansatz zu entwickeln, um die Fischereikultur in ihrer Bedeutung für die japanische Küste und damit auch den Hafen selbst so zu vermitteln, dass sie an künftige Generationen weitergegeben werden kann, und durch die Erhaltung und Weiterentwicklung eines wichtigen kulturellen Faktors dem Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum entgegenzuwirken.