Projektbeschreibung
Hannover bezeichnet sich gerne als eine der grünsten Großstädte Deutschlands, und auf den ersten Blick mag das durchaus zutreffen. Betrachtet man jedoch ausschließlich die bebauten Flächen der Stadt, bleibt von dieser Selbstbeschreibung nicht viel übrig. Über 55 Prozent dieser Flächen sind versiegelt. Damit liegt die Stadt deutlich über dem deutschen Durchschnitt.
In Zeiten des Klimawandels und immer neuer Hitzerekorde können wir uns als Gesellschaft mit diesem Zustand nicht zufrieden geben. Die Folgen versiegelter Flächen sind uns schon lange bekannt. Sie erhitzen sich, sie verhindern das Versickern von Wasser, sie verdrängen Pflanzen und sie machen unsere Städte weniger lebenswert. Gleichzeitig werden Pflastersteine und ähnliche Materialien nach wie vor in großem Umfang verwendet (auf Plätzen, auf Gehwegen, in Innenhöfen und an vielen anderen Orten, an denen eine vollständige Versiegelung gar nicht notwendig ist).
Wenn also die lokalen Behörden es nicht schaffen (abgesehen von einigen wenigen Vorzeigeprojekten), müssen wir die Sache selbst in die Hand nehmen.
Die Pflastersteine sind in der Regel lose verlegt und lassen sich leicht mit einer handelsüblichen Brechstange (erhältlich in Baumärkten schon ab 14,99 €) aufhebeln. Ein Hammer kann ebenfalls helfen, wenn es schwierig wird zwischen die Steine zu gelangen. Und dort, wo derzeit Steine liegen, kann wieder Erde zum Vorschein kommen. Diese Lücken können dann, wenn du möchtest, aufgefüllt oder mit Pflanzen bepflanzt werden. Vielleicht kommt dort ein Stück Erde zum Vorschein. Vielleicht wächst dort Gras, eine Blume oder ein kleiner Baum. Vielleicht bleibt es einfach ein offener Platz, an dem Regen wieder in den Boden versickern kann.
Wir haben uns an den Gedanken gewöhnt, dass jeder Quadratmeter einem Zweck dienen muss. Dass Wege gepflastert, Flächen versiegelt und Lücken verfüllt werden müssen. Stein auf Stein, Fläche auf Fläche, bis kein nackter Boden mehr übrig bleibt.