- Student:in
- Anouk Bultje und Laura Voß
- Studio
- Studio Kempe Thill
- Jahr
- 2025
- Kategorie
- Gebäudelehre
- Studium
- Master
Projektbeschreibung
Wo einmal der königliche Marstall stand, steht heutzutage nur noch ein kleiner Teil des historischen Gebäudes. Eingebaut von zahlreichen Unigebäuden hat es in seiner ursprünglichen Wirkung eingebüßt.
Grundlage unseres Entwurfs ist das ehemalige Heizkraftwerk, das 1921 erbaut wurde und auf dem Fußabdruck des ehemaligen Marstalls steht. Mit unserem Entwurf versuchen wir, die historische Idee und Form des Marstalls wiederaufzugreifen, neu zu interpretieren und städtebaulich zu fassen.
Erhaltenswerte Teile des Bestandes werden gestärkt und der Turm sowie die alte Halle werden erlebbar und bilden wichtige Elemente des Entwurfs. Die Runde Form des Pavillons lädt in den Innenhof ein, bildet eine Eingangssituation und bietet öffentliche Nutzungen. Der Pavillon orientiert sich an der ehemaligen Form des Marstalls, die noch als Relikt an der Fassade des heutigen Marstalls erlebbar und spürbar ist. Durch seine offene Grundrissstruktur ist der neue Pavillon flexibel nutzbar und öffnet sich durch aufschiebbare Fensterelemente hin zum Stadtraum.
Das alte Heizkraftwerk wird zu einer neuen Lern- und Kreativlandschaft für Studierende. Neben klassischen Lern- und Leseräumen gibt es zahlreiche Angebote, um kreativ zu arbeiten. Der denkmalgeschützte Turm wird durch Durchbrüche erlebbar und durch den Pavillon akzentuiert. Durch den Rückbau gezielter Gebäudeteile stellen wir den einst homogen Gebäudecharakter wieder her und greifen die Vertikalität der historischen Fassade wieder auf.
Die runde Geometrie verleiht dem Ort eine neue Identität, indem sie historische Elemente stärkt, die städtebauliche Umgebung fasst und so zu einem lebendigen Teil des Stadtgefüges wird.